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Fugenloses Bad: Lösungen und Varianten für ein modernes Badezimmer ohne Fugen

Das fugenlose Bad ist der Inbegriff eines modernen Badezimmers. Fugen und Fliesen werden aus modernen Badezimmern nach und nach verbannt. Der Trend: Materialien für Duschkabine, Wand und Boden, die fugenlos verarbeitet werden und mit einer ruhigen und minimalistischen Optik überzeugen. 

Nie mehr Schimmel und dreckige Fugen

Dass fugenlose Bäder immer öfter Einzug in Wohnungen und Privathäuser halten, liegt aber nicht nur an der modernen Optik. Gesundheitsgefährdender Schimmel in den Fugen, unappetitliche Schmutzablagerungen an den Rändern und sich lösendes Silikon – all das gehört in Badezimmern ohne Fugen der Vergangenheit an. Zudem gehen mit der Verarbeitung von Fugen oftmals große Unannehmlichkeiten- bzw. Schwierigkeiten einher. So kann zu feste Fugenmasse dazu führen, dass sie die Fuge nicht mehr optimal ausfüllt und diese langsam absinkt. Und klebt das Fugenmaterial nicht optimal am Untergrund, können ebenfalls schwerwiegende Probleme auftreten. Das sollte vermieden werden, denn wird eine Fugensanierung erstmal erforderlich, kann das schnell Kosten von bis zu 2.500 Euro verursachen. 

Fugenloses Bad mit schwarzer Duschwand .bzw. Spritzschutz; Foto: MADE A MANO

Fugenlose Badezimmer haben viele Vorteile

Um die oben genannten Probleme im Zusammenhang mit Fugen zu vermeiden, gilt es auf diese möglichst zu verzichten. Statt Fliesen und Naturstein setzt man in fugenloses Badezimmern auf durchgehende Oberflächen. Diese müssen auch nicht zwingend nur an den Wänden sein, auch Bade- und Duschwannen oder Fußböden können bei Bedarf fugenlos gestaltet werden. Das fugenlose Design ist nur optisch ein Hingucker, sondern auch hygienisch, pflegeleicht und dicht – ganz ohne unansehnliche Fliesen. Ein weiterer Vorteil fugenloser Badezimmer: Die großen Oberflächen lassen kleine Badezimmer optisch größer und ruhiger erscheinen. 

Modernes Bad im fugenloses Design mit bodengleicher Dusche und Holzboden; Foto: Talsee

Vielfältige Lösungen: Verputz, Wandpaneele und XXL Fliesen

Fugenloses Badezimmer lassen sich ganz unterschiedlich gestalten. Teilweise handelt es sich um eine abgeschwächte Version eines herkömmlichen Badezimmers mit Fliesen, andere Varianten lassen sich wiederum nur im Nassbereich realisieren. Wir verraten dir, welche Materialien und Lösungsansätze für die Umsetzung eines fugenloses Bades in Frage kommen: 

XXL Fliesen

Der wohl einfachste Weg Fugen im Bad zu vermeiden ist auf möglichst großflächige Fliesen zurückzugreifen. XXL Fliesen bieten sozusagen den sanften Einstieg in ein fugenloses Badezimmer. Die großen Fliesen können entweder normal verlegt werden, wodurch sich die Anzahl an Fugen einfach verringert, oder aber auf Stoß verlegt werden. “Auf Stoß verlegen” bedeutet, die Fliesen ohne Fugen direkt aneinander zu verlegen. 

Fast fugenloses Bad mit XXL Fliesen in modernem Hellgrau; Foto: Viterma

Bad verputzen

In vielen fugenloses Bädern kommt ein spezieller Putz zum Einsatz. Spezielle Putze aus Marmor-, Beton-, Zement- oder Kalk werden dafür in mehreren Schichten aufgetragen und je nach gewünschtem Design nachbearbeitet. Diese natürlichen Putze sind meist wasserabweisend oder werden nochmals eigens imprägniert. Der entstehende Dampf im Bad wird vom Material aufgenommen und in das Raumklima wieder abgegeben. Eine synthetische Alternative ist Kunstharz. Dieser enthält oftmals zusätzliche Inhaltsstoffe, die eine Schimmelbildung zu hundert Prozent unterbinden. Die Vorteile eines verputzten Bades sind vielfältig: Neben der einfachen Reinigung und Pflege dominiert vor allem das Design. Mit den verschiedenen Verputzen lassen sich eine große Auswahl an Strukturen und Farben in den Raum bringen. Die verputzten Wände und Böden sind wasser-, schmutzabweisend und rutschhemmend. Die unterschiedlichen Verputze fürs Bad können auch für die Nasszellen verwendet werden also z.B. an den Duschwänden und am Boden. So gibt es auch keine Stolperkanten und das Bad wird gleichzeitig barrierefrei. Kalk- oder Marmorputze werden vor allem in Zuge von Renovierungen herzogen. Denn der Verputz kann direkt auf Fliesen oder Tapeten aufgetragen werden, ohne dass diese vorher mühevoll abgetragen werden müssen. 

Fugenloses Bad mit Mikrozement Putz in Beton-Design; Foto: Carameo

Wandpaneele

Die fugenlosen Wandpaneele werden aus speziellem, wasserabweisenden Material hergestellt und werden dann wie großflächige Fliesen an die Badezimmerwände angebracht. Wandpaneele eignen sich sowohl für Trocken- als auch Nassräume und können in verschiedensten Farben und Dekoren individuell angefertigt. Die fugenlose Oberflächen ermöglichen eine einfache Reinigung und vermeiden Schimmelbildung. Die einzelnen Wandpaneele sind meist imprägniert sowie kratz- und widerstandsfest. Die großflächigen Paneele eignen sich  vor allem für Modernisierungen, da sie ganz einfach über andere Wandbereiche und Materialien angebracht werden können. 

Modernes Bad mit Wandpaneelen in natürlichen Farben; Foto: Viterma

Wasserfeste Tapeten

Eine preiswerte Alternative sind abwaschbare bzw. wasserfeste Tapeten, die für Feuchträume wie Badezimmer geeignet sind. Für Nassräume oder in der Nähe von spritzendem Wasser sollten sie allerdings vermieden werden. Tapeten eignen sich also nicht direkt als Wandverkleidung in Duschen sowie als Spritzschutz hinter Badewannen oder Waschbecken. 

Modernes Designer-Bad mit verspielter Tapete; Foto: Deutsches Tapeteninstitut

PVC Belag

PVC ist vor allem als günstiger Bodenbelag bekannt. Doch das wasserfeste, pflegeleichte Material kann auch an Wänden zum Einsatz kommen. Dabei kann PVC sogar in einem Stück ohne Übergänge zwischen Decke, Boden und Wand angebracht werden. 

Badezimmer mit Fußboden aus PVC in Naturstein-Look; Foto: IKEA

Geschlossene Duschkabine

Wer nur in der Dusche auf Fugen verzichten möchte, der kann auf eine geschlossene Duschkabine aus Kunststoff oder Glas zurückgreifen. Diese verhindert zumindest direkt im Nassbereich Schimmelbildung und lässt sich im vergleich zu herkömmlichen Duschkabinen schnell und ohne viel Aufwand reinigen. 

Die fugenlose Duschkabine mit Glaswänden bildet einen schönen Kontrast zu den grauen Fliesen; Foto: Duravit

Das ist bei einem fugenlosen Bad zu beachten

Da im Badezimmer eine hohe Feuchtigkeit herrscht, haben Schimmel und Bakterien ein leichtes Spiel. Deshalb sollten Boden- und Wandbeläge im Zweifel immer speziell imprägniert werden. Damit der Schutz auch bei Verputzen und Co gewährleistet ist, sollte dieser von Profis aufgetragen werden. Diese beherrschen eine spezielle Technik, welche das Badezimmer auch vollkommen abdichtet.

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